Wir sind (wieder) Amsterdam

Scheint wohl so also ob die Niederlande unser Team behalten möchten. Nachdem wir vor Beginn der WM schon einmal der Universität Amsterdam zugeordnet worden waren (was nach einer E-mail von uns geändert wurde), durften wir heute folgendes auf der offiziellen Seite mit den Ergebnissen bewundern:

Es freut uns natürlich, dass wir so beliebt sind, dass wir dieses Angebot bekommen und Amsterdam wäre bestimmt eine tolle Stadt für unser Team. Trotzdem müssen wir das Angebot leider ablehnen, da wir zurück zu unserer Universität nach Hamburg müssen.

Schöne Grüße an dieser Stelle auch an das hier mitlesende Dutch Nao Team von der University of Amsterdam 🙂

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Niederlande: Tag 7

Wieder ist ein ereignisreicher Tag vorbeigegangen. Aufgrund der Erschöpfung (viele lange Tage) leider erst heute der Bericht zum gestrigen Tag:

Während die Zuschauer sich noch auf die Ankunft der niederländischen Königin vorbereitet haben, waren wir bereits mitten in den Vorbereitungen für unser erstes Spiel des Tages. Die Königin kam dann auch pünktlich zur Halbzeitpause bei uns vorbei und konnte unsere Koordinierung bei der Roboterwartung beobachten. Geholfen hat es uns leider nicht und wir haben uns als Gruppendritter zwar ganz gut geschlagen, kommen aber nicht weiter ins Viertelfinale. Immerhin konnten wir noch unseren neuen Kalibrierungsteppich auf seine Tauglichkeit zur Spielvorbereitung testen.

Für heute heißt das nun, dass wir hauptsächlich an der Technical Challenge weiterarbeiten und nebenbei den Fumanoids aus Berlin die Daumen drücken, die als letztes deutsches Team noch in der Endrunde vertreten sind und mit denen wir gestern abend noch Ideen ausgetauscht haben.

Als Testlauf für die kommenden Jahre, gab es gestern noch ein 5-gegen-5 Demo-Spiel auf einem doppelt so großen Feld, bei dem die beteiligten Teams jeweils einen Roboter stellen. Wir haben mit Glados den Torwart für das Team Magenta gestellt, der zur Freude des Teams und der Zuschauer ein paar glanzvolle Paraden zeigen konnte und nur ein einziges Tor zuließ. Das Endergebnis war nach einem spannenden Spiel dann schließlich ein 1:1.


Der Robocup bietet mehr als nur fußballspielende Roboter, zum Beispiel gibt es noch robocup@home, wo es um Roboter geht, die im Haushalt helfen, wozu sie Gegenstände reichen und einem folgen können müssen. Hier haben wir uns heute auch ein bisschen umgeschaut.

Tagsüber zwischen 9 und 21 Uhr haben wir viele Zuschauer in der Halle, die interessiert den Spielen folgen. Doch wie sollen die Teams in den letzten zwei Stunden motiviert bleiben, wenn die Zuschauer die Hallen verlassen haben müssen? Die einfach Antwort: eine Tribühne voller Roboterzuschauer, die von den Besuchern tagsüber selber zusammengebaut und gestaltet werden können.

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Das letzte Spiel liegt jetzt hinter uns

Spätestens mit dem 0:2 gegen „Hanuman KMUTT“ steht fest dass wir nicht in das Viertelfinale einziehen werden.
Tamara tat zwar was sie am besten kann und schoss ein Tor, nur leider in die falsche Richtung. Den Gegnern gelang dann auch noch ein reguläres Tor. Nach Abschluss der Runde sind wir damit
Gruppendritter im zweiten Round Robin geworden.

Die Zelte abbrechen werden wir hier aber ganz sicher noch nicht. Zum einen steht noch die Throw-In-Challenge an, an welcher wir teilnehmen möchten. Zum anderen ist jetzt erst recht Zeit für den Austausch und die Testspiele mit anderen Mannschaften.

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Niederlande: Tag 6

Was für ein Tag.
Wir haben erfolgreich den Einzug in die zweite Runde geschafft und auch schon ein Spiel in der zweiten Runde hinter uns gebracht.
Das unentschieden kann man aufgrund der Fähigkeiten des Gegners in diesem Falle als zufriedenstellendes Ergebnis betrachten, und eigene Torchancen hatten wir auch.

Zeitweilig waren wir ziemlich gefordert, da unser Spiel in der Zwischenrunde sehr langwierig war, und durch unseren Sieg das darauf folgende Spiel von uns sehr nahe. Hätten wir ernsthafte Hardwareprobleme bekommen wären wir dem Druck sicherlich erlegen, haben wir aber nicht 🙂

Im Gegenteil. Dank der freundlichen Leihgabe der Bold Hearts war unsere Hardware besser denn je und wir konnten endlich ein mal identifizieren welche unserer Stabilitätsprobleme Hard- und welche Softwarebedingt sind. Tatsächlich ist es überwiegend die Hardware, lediglich unsere Aufstehanimation aus der Rückenlage scheint ernsthaft Verbesserungsbedürftig zu sein.

Möglicherweise werden wir vor ende der WM noch ein mal ein umgedrehtes Freundschaftspiel gegen die Bold Hearts machen. Ihre Software auf unseren Robotern, gegen unsere Software auf ihren Robotern. Sollten wir verlieren dürfen wir ihnen gegenüber nie wieder über unsere ausgeleierte Hardware meckern, sollten wir gewinnen haben wir jedes Recht dazu 🙂

Hier wie üblich die gesammelten Bilder des Tages:

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Niederlande: Tag 5

Insgesamt ein guter Tag. Unsere Hardware ist einsatzbereit, und unser erstes Vorrundenspiel haben wir gewonnen. Wir haben zwar keine weltbewegenden Änderungen auf unseren Robotern implementiert, dafür aber die Software auf einen stabilen Stand gebracht womit sich unsere Ausfälle in Grenzen halten. Wer sich unser Spiel angucken möchte findet in unserem Youtube-Chanel die Aufzeichnung unseres Live-Streams.

Nun freuen wir uns auf unser Spiel gegen die Bold Hearts morgen früh welches jetzt auf 9:30 vorverlegt wurde.

Am Nachmittag sind wir kurz mit Tamara auf den „Roboter Spielplatz“ gegangen – der merkwürdigerweise eher für menschliche Kinder ausgelegt zu sein scheint. Tamara hatte trotzdem ihren Spaß auf der Kuschelwiese einige Roboter-Dinosaurier zu streicheln.

Für Spannung und Heiterkeit sorgten heute Abend auch die Berliner mit ihrer neuen „Humanoid Plattform“ und dem Vorschlag eine neue Liga zu gründen.
Das Besondere: Die Hardware wird in dieser Liga in Ermangelung perfekter menschenähnlicher Roboter kurzerhand durch echte Menschen ersetzt. Jeder Spieler bekommt einen Computer mit kompletter Bildverarbeitung und Verhaltensmodul umgeschnallt, samt einer Webcam auf dem Kopf. Die autonom arbeitende Software gibt dem Menschen nun Befehle wie z.B. „Drehe links“, „Schieße rechts“, „Gehe vorwärts“. Damit wird das Verhalten eines Roboters unter realistischen Bedingungen getestet ohne dass die entsprechende Hardware funktionsfähig und vorhanden sein muss (es genügt beliebige Menschen vom Spielfeldrand mit den Geräten auszustatten).

3 Mitglieder unseres Teams stellten sich spontan als Hardware zur Verfügung und wurden von der Software über das Spielfeld dirigiert.
Von den Menschen auf dem Feld gelang niemandem eine nennenswerte Aktion, abgesehen von mehreren amüsanten Karambolagen und Pirouetten um die eigene Achse. Später wurde jedoch ein Roboter aus der Teen-Sized-League mit auf das Feld gelassen, der die menschlichen Spieler (im direkten Vergleich) dann auch prompt aus-dribbelte und ein Tor schoss.

Die Einstiegskosten für 11 Menschliche Spieler belaufen sich auf gerade ein mal 5000€. Damit wurde eine interessante Hybridform zwischen der Simulation League und echter Robotik geschaffen.
Mit Vorteilen aus beiden Welten (und Nachteilen aus einer dritten), die den Zuschauern auch noch einen hohen Unterhaltungswert bietet (der in unserer Liga leider nicht so stark gegeben ist).

Falls uns also zufällig jemand das Equipment sponsert, wäre es durchaus eine Überlegung wert unsere Software auf den Menschen zu portieren.

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Spiel #1 gewonnen

YAY! wir haben es geschafft!

Unser erstes reguläres Tor, Unser erstes WM-Tor Unser erster regulärer Sieg in einem Spiel.

Während der ersten Halbzeit waren wir noch ein wenig Glücklos, dem Gegner gelang ein Tor – unser Gegentreffer war nahe aber leider wollte es einfach nichts werden.
In der zweiten Halbzeit ist es uns dann gelungen. Tamara lief vom Anstoß aus mit dem Ball los und beförderte ihn mit ein paar „gezielten“ Tritten in das gegnerische Tor. Exakt so wie es geplant war, was im RoboCup doch eher eine Seltenheit ist.
Kurz darauf setzte unser Gegner dann nach – ihr Feldspieler sah den Ball, positionierte sich erneut um nicht am Pfosten vorbei zu schießen und Schoß – mitten in ihr eigenes Tor hinein.

So endete dann die Partie mit 2:1 für uns – und wir haben allen Grund uns zu freuen.
Fairerweise muss man aber auch feststellen, dass die Schiedsrichterentscheidungen uns sehr in die Hände gespielt haben.
Insbesondere die Neupositionierungen des Spielballs waren sehr positiv für unsere Torchancen.
Worüber wir uns aber ganz besonders freuen ist ein Spiel ohne nennenswerte Hardwareausfälle. Wir haben keine einzige Kamera „verloren“. Die anstrengende Lötarbeit an den Kameras im Voraus hat sich also ausgezahlt.

Morgen um 10:00 9:30 spielen wir dann gegen unsere Sitznachbarn, die Bold Hearts aus Großbritannien.
Eventuell sollten wir also ab jetzt vorsichtig sein mit dem Kaffee den sie uns anbieten 🙂

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