Wie ihr seht ist gerade nicht so viel los, viele AG-Mitglieder waren die letzten Wochen mit Prüfungen und/oder Urlaub beschäftigt.
Aber wir werden euch natürlich auf dem laufenden halten sobald wieder etwas interessantes passiert 🙂
Kostengünstige Darwin-Hände
Für Leute, die einen Darwin haben und sich fragen, wie wir die Einwurf-Challenge gemeistert haben, hier eine kurze Erklärung, wie wir unsere Hände gebaut haben.
Material
Schon die Materialliste fällt sicher ein wenig enttäuschend aus:
- 2 Plastiktrichter (Endstücke eines Rohres)
- 1 Rolle Klebeband
- Schaumstoffreste
- Skateboardtape (alternativ grobes Schleifpapier)
Unsere Hände sind sicherlich kein High-Tech Instrument. Aber: Sie kosten quasi nichts, und erfüllen ihren Job hervorragend.
Die Plastiktrichter bestehen aus einem 17mm hohen, holen Zylinder mit knapp 45mm Innendurchmesser, an welchen sich ein knapp 18mm hoher, sich auf knapp 66mm verbreiternder Trichter anschließt. Ähnliche Resultate lassen sich vermutlich mit einem zersägten Küchentrichter, einem gekürzten Plastikrohr und Heißkleber erzeugen.
Aufbau
Ähnlich unspektakulär geht es beim Zusammenbau und der Befestigung der Hände zu. Wir haben zunächst vieles diskutiert und auch ausprobiert.
Die Schraubverbindung, die wir ursprünglich vorgesehen hatten, erwies sich als mangelhaft, sie hat sich einfach ständig gelöst und die Hände waren locker oder fielen komplett ab. Die naheliegende Alternative: Gaffa-Tape in rauen Mengen.
Zunächst schraubt man die Plastikabdeckung der Arme ab und steckt den Trichter auf den Metallrahmen des Arms. Anschließend befestigt man den Trichter großzügig von allen Seiten mit Klebeband, wobei darauf zu achten ist, die Befestigungsmöglichkeiten für die Armabdeckung zu erhalten.
Als nächstes wird jeweils der Trichter mit den Schaumstoffresten aufgefüllt. Diese sollten oben leicht aus dem Trichter hervor schauen.
Auch die Schaumstoffschnippsel werden mit Klebeband fixiert.
Auf die obere Klebebandschicht wird nun das Skateboardtape/Schleifpapier geklebt, um den Händen mehr Grip zu verleihen.
Die Kanten des Skateboardtapes kann man mit weiterem Gaffa-Tape gegen „abblättern“ sichern.
Nun werden noch die Plastikabdeckungen wieder an die Arme geschraubt. Fertig 🙂
Die Hände haben trotz – oder gerade wegen – der Klebebandbefestigung eine komplette WM überstanden und sind auch immer noch unverändert im Einsatz!
Jag mal schnell ’nen neuen Kopf durch den Drucker…
Naja, ganz so schnell geht es nicht. Sechs Stunden dauert der Druck von einer Kopfhälfte, danach geht es noch über Nacht ins Laugenbad, um überschüssiges Stützmaterial zu entfernen. Aber dann ist man auch schon stolzer Besitzer eines neuen Darwin-Kopfteils.

Das Ergebnis kann sich für einen Testdruck schon mal sehen lassen. Daher werden sich in den nächsten Wochen verschiedene AG-Mitglieder (und Leute, die wir spontan dafür schanghait haben) daran machen, die Köpfe für unsere Darwins neu zu designen. Die Entwicklung soll unter den Gesichtspunkten der Funktionalität – sie lösen sich nicht mehr von der Karosserie, die neuen Kameras passen in den Kopf, der Kamerawinkel bleibt stabil – sowie Ästhetik stattfinden. Idealerweise wollen wir am Ende individuelle, hübsche Gesichter haben.

Seid gespannt, wir sind es selbst!
Die AG schmiedet Pläne
Heute, an einem Samstag um 9:00 Uhr, hat sich der harte Kern der RoboCup-AG im Seminarraum getroffen und die Aufgaben und Forschungsthemen des nächsten Semesters besprochen. Neben richtungweisenden Entscheidungen über die Entwicklung der Software und die Modifikation der Hardware wurde auch für viele organisatorische Probleme eine Lösung gefunden.
Mit einer Schriftdiskussion begann der Tag für AG-Verhältnisse sehr ruhig und strukturiert. In einer Stunde wurden zwei Flipchartpapiere mit neuen Ideen beschrieben und ausführlich diskutiert. Dies funktionierte so gut, dass in der anschließenden offenen Diskussion nur noch vier (organisatorische) Punkte extra angesprochen werden mussten. Im Anschluss wurde jeder Punkt einem groben Zeitabschnitt zugeordnet, in dem er bearbeitet werden soll. Hier konnten die Abhängigkeiten unter den Punkten sehr schön visualisiert werden.
Als nächstes steht nun das Planungstreffen für die 1. Iteration nach Mexiko an. Hierzu werden alle größeren Themen, die in der Zeitplanung heute in die dringendste Kategorie gewählt wurden, ausführlich als „Stories“ ausformuliert. Beim Treffen selbst werden wir dann den Aufwand der Stories abschätzen und entsprechend entscheiden, ob wir sie in der 1. Iteration bearbeiten wollen und können.
Obwohl (oder gerade weil) wir fünf Stunden mit planen und diskutieren verbracht haben, sind nun alle motiviert und würden am liebsten direkt mit der nächsten Iteration beginnen. Das nächste Planungstreffen wird daher sicherlich nicht mehr lange auf sich warten lassen.
RoboCup auf dem Sommerfest
Vor zwei Tagen wurde am Fachbereich Informatik Sommerfest gefeiert. Da durften wir natürlich nicht fehlen! So nutzen wir die Gelegenheit, uns bei lockerer Stimmung mit einem kleinen Spielfeld Studenten, Mitarbeitern und der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Besonders gut k
am die Steuerung unseres Roboters mit einem DancePad an. Wer es schaffte, den Roboter mit den Pfeiltasten zum Ball zu steuern und ein Tor zu schießen, bekam zur Belohnung ein Stück Schokolade. Auch am Aufnehmen von Animationen konnten sich die Zuschauer beteiligen. Vier Siegerposen, welche nun in die Software zum Jubel nach einem Torschuss eingebaut werden, waren hier das Ergebnis.
Neben den V
ideos von der WM konnte sich das Publikum auch live von dem Können unserer Roboter überzeugen: Wheatly warf mehrmals einen Tennisball bis weit über unser Spielfeld hinaus und zog so alle Blicke auf sich.
Die Heldin des Tages (zumindest in der Robotergemeinde) wird jedoch sicherlich GLaDOS gewesen sein, die ihren Programmierer im Liegestützwettbewerb mit mehr als doppelt so vielen Liegestützen locker schlagen konnte.
Zum Abschluss eines
erfolgreichen Tages probte das Team im Hinblick auf die Regeländerungen nächstes Jahr bereits das Teamspiel vier gegen vier und erlebte dabei am eigenen Leibe, wie lang eine Halbzeit von 10 Minuten werden kann.
Ein Probekopf für die Darwins
Nicht nur an der Software und der Teamstruktur wird nach den Weltmeisterschaften fleißig gearbeitet, auch an der Hardware ist einiges zu verbessern. Während sich einige AGler mit der Modellierung eines an den Menschen angelehnten Fußes beschäftigen möchten, sind wir heute beim Umbau der Darwinköpfe ein großes Stück weiter gekommen.
Die aktuellen Darwinköpfe sind zwar sehr niedlich, weisen aber ein paar Mängel auf was die Stabilität angeht. Die Köpfe können sich mitunter verschieben oder sogar ganz lösen. Die mit dem Plastik fest verbundene Kamera ist dann um bis zu mehrere Grad falsch ausgerichtet, was es fast unmöglich macht den Abstand von Objekten bekannter Größe, wie z.B. dem Ball zu berechnen.
Mit Hilfe eines 3D Ausdrucks von einem unserer Köpfe können wir Umbaumaßnahmen evaluieren, ohne an den Originalköpfen etwas zu zerstören.
Zusätzlich testen wir mit dem Ausdruck schon einmal dies Technologie auf ihrer Eignung zum Produzieren von Darwin-Köpfen.
Hier gibt es schon mal einige Bilder vom Druck:




Training für das Sommerfest
Auch nach Mexiko müssen unsere Roboter natürlich fit bleiben, darum trainiert Atlas auch schon wieder fleißig. Nicht zuletzt auch, weil er auf dem Sommerfest in einem Kampf um die Ehre gegen einen seiner Programmierer antreten wird.
Wieder zuhause
Die Bit-Bots sind gestern Abend wieder mehr oder weniger sicher auf dem Hamburger Flughafen gelandet. Das Team blickt zurück auf eine erfolgreiche Weltmeisterschaft, mit viel Austausch mit anderen Teams und auch kleinen, durchaus verdienten, Erfolgen (Unser Roboter hat tatsächlich geworfen!).
Eine Offizielle Gesamtwertung in die die Technical Challenge hinein gerechnet wird wurde leider noch nicht veröffentlicht. Da wir dort 8 Punkte erreicht haben und sich nur 6 Teams überhaupt getraut haben zu den Challenges anzutreten, vermuten wir trotz unserer Niederlagen einen Platz in den Top Ten. Bisher können nur die Ergebnisse der einzelnen Spiele auf der Seite der Veranstalter eingesehen werden.
Während sich die Teammitglieder die mit geflogen sind noch von ihrem Jet-Lag erholen gibt es für euch eine kleine Visualisierung von der Arbeit an unserer Software in den letzten Wochen.
Die Knoten in dieser Baumstruktur entsprechen Dateinen und Verzeichnissen im Hauptentwicklungszweig unseres Versionierungssystems.
Ein Tag entspricht in etwa 10 Sekunden der Visualisierung und man kann zusehen wie Entwickler das Projekt mit jedem commit beeinflussen (grün = hinzufügen, orange = bearbeiten, rot = löschen). Am 15.Juni war der Abflug unseres Teams. Wie der Wettbewerb unsere Aktivität beeinflusst hat kann man deutlich erkennen. (Die Zeitangabe ist in CEST, die mexikanische Zeit entspricht -7 Stunden)
Für die Technisch Interessierten: Wir benutzen gource als Visualisierungstool für git. Linux-User können es direkt über ihre Softwareverwaltung installieren. Wechselt man nun in ein Repository und führt „gource“ dort aus, wird es eine Visualisierung von eurem eigenen Projekt anzeigen. Ziemlich viel Show für gerade einmal 10 Sekunden Arbeit!
Video aus Mexiko
Endlich haben wir es geschaft ein Video des Einwurfes zu schneiden, den Wheatly bei der Technical Challenge erfolgreich ausgeführt hat.
Letztes Spiel und die Einwurfchallenge

Wir haben eine gute und eine schlechte Neuigkeit.
Das letzte Spiel gegen die amtierenden Weltmeister Team DARwin aus den USA haben wir mit 0:10 verloren, dabei haben Wilma, Tamara und GLaDOS fast bis zum Ende durchgehalten. Der Goalie hatte Anfangs kleine Probleme und tat nicht wirklich viel, und danach sogar noch weniger. Wilma und Tamara haben jedoch gut gespielt und geniale Kick-Offs gemacht, die das gegnerische Team gekonnt verwirrt haben.
Throw-In-Challenge lief großartig. (O-Ton Maike: Wir sind Helden!). Gekonnt hat Wheatly den Ball am Spielfeldrand erkannt, sich vor ihm platziert, den Ball gegriffen und mit mächtig Elan (wenn auch in die falsche Richtung) von sich geworfen. Dafür gab es acht von zehn Punkten!
Jetzt bereiten wir uns auf die Demo-Spiele um 16 Uhr (23 Uhr Hamburger Zeit) vor, in denen wir mit fünf Robotern gegen andere Teams antreten werden! Drückt uns die Daumen – wenn ihr euch bis dahin vom Deutschland-Spiel im Fernsehen losgerissen habt, schaffen wir es vielleicht, einen Live-Stream für euch zu organisieren!






