Unser erstes Gruppenspiel

Wir hatten eben unser erstes offizielles Spiel in dem wir gegen THMOS spielen durften. Wir waren überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen können, aber es gibt immer Überraschungen die uns doch stoppen können. Zum Beispiel hatten wir in den letzten Tagen ein Problem wo wir ein einzelnes „,“ zu viel in unserem Code hatten, das unseren Roboter abstürzen lassen hat. Da es keine Möglichkeit gibt, während des Spiels noch irgendwelche Probleme zu lösen, können immer noch Überraschungen passieren.

Wir hatten allerdings Glück und unsere Software hat sehr gut funktioniert. Unsere Gegner hatten leider nicht so viel Glück. Sie hatten ein Problem mit ihrer Software und sind immer wieder von der Karte gerutscht.

Somit konnten wir einen überzeugenden 12:0 Sieg erringen und freuen uns auf unsere nächsten Spiele.

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RoboCup 2021 beginnt

Wir freuen uns sehr, dass der RoboCup 2021 nun beginnt und wir bereits morgen die ersten Spiele unserer Liga sehen werden. Auch heute können wir aber bereits unsere und die Roboter der anderen Teams in den Testspielen anfeuern. Diese Spiele werden das Ende der zwei Aufbau Tage sein in denen wir die Chance hatten unsere Software nochmal ausführlich zu testen und die meisten Bugs zu entfernen die wir gefunden haben.

Alle Spiele werden auf Twitch gestreamed werden:
https://www.twitch.tv/robocuphumanoidfielda/
https://www.twitch.tv/robocuphumanoidfieldb/

Unser erstes Testspiel gegen MRL-HSL wird heute um 17:40 auf dem ersten Twitch Kanal der oben verlinkt ist gezeigt. Wir würden uns freuen es gemeinsam mit euch anzuschauen!

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Mock Competition

Letztes Wochenende war die „Mock Competiton“, ein erster Testlauf für die echte Weltmeisterschaft. Anders als die regulären Wettbewerbe, werden dieses Jahr die Spiele alle simuliert werden. Wir waren aufgeregt, endlich unsere Software gegen echte Gegner ausprobieren zu können und uns an diesen ungewöhnliche Form des Wettbewerbes zu gewöhnen. Wir haben uns also alle am Freitag Nachmittag getroffen um uns auf die ersten Probe-Elfmeterschießen vorzubereiten. Nachdem wir unsere Software hochgeladen haben und die Berechnungen angefangen haben, haben wir gespannt darauf gewartet, dass das Video des Spieles gestreamt werden würde. Diese Berechnungen müssen schon vor dem Stream passieren, weil die Simulation sehr langsam ist und das keinen Spaß beim zuschauen machen würde. Also warteten wir…

Eine ganze Weile passierte nichts. Aber warum? Ein Fehler im automatisieren Schiedsrichter hat es allen Robotern verboten sich zu bewegen. Nachdem wir uns zwei sehr langweilige Spiele angeschaut haben, wurden die nachfolgenden Spiele auf unbestimmte Zeit verschoben bis das Problem gelöst werden konnte. Diese freie Zeit haben wir genutzt um noch einige Probleme in unserem eigenen Code zu lösen. Dabei haben wir noch einige weitere Probleme in dem Code des Schiedsrichters gefunden.

Am Samstag wurde dann die ursprüngliche Planung komplett geändert: Statt der geplanten regulären Spiele, wurde eine Reihe von Herausforderungen aufgestellt. Diese sollten die Teams zu einem Punkt hinführen an dem sie bereit für den Wettbewerb sind. Nachdem das Modell unseres Roboters begutachtet wurde und wir uns erfolgreich mit dem Server verbunden haben, war die erste Herausforderung einfach nur zu laufen. Damit konnte sicher gestellt werden, dass die Roboter sich bewegen dürfen und ein solches Problem wie am Freitag nicht nochmal auftreten würde. Danach waren die nächsten Challenges ein Elfmeterschießen, ein kurzes Spiel und abschließend ein ganzes Spiel. Unsere gesamte Software hat sehr gut funktioniert und wir kamen schnell durch die Challenges. Am Samstag gelang es uns das erste Tor der Mock Competition zu schießen.
Zugegeben, weil wir zuerst hingefallen sind, und damit den Ball näher zum Tor bewegt haben, war das etwas einfacher als erwartet. Trotzdem haben wir mit unserem dynamischen Kick elegant um den Torwart herum gespielt und uns den ersten Punkt des Wochenendes ergattert.

Am Sonntag hatten wir dann die Gelegenheit ein erstes kurzes normales Spiel zu spielen. Da haben wir gegen den 01. RFC Berlin gespielt. In der ersten Hälfte sah es gut für uns aus. Wir haben noch ein Tor geschossen und hätten fast noch ein zweites geschossen, aber als die Zeit ablief lag der Ball knapp vor der Torlinie.

Dann startete die zweite Hälfte und nichts mehr ging. Der Schiedsrichter hat die Roboter nicht richtig zurückgesetzt und es sind erst mal alle acht Roboter hingefallen, wofür sie dann eine Strafe vom Schiedsrichter bekamen. Trotz alle dem haben wir uns davon erholen können und uns aus dem Haufen von Robotern befreien können, der entstand, weil alle Roboter aufeinander positioniert wurden. Nachdem wir dann verstanden haben wo wir auf dem Feld stehen, sind unsere Roboter alle schnell los gelaufen um sich vor den Ball zu stürzen, der Ball lag nämlich noch da wo er am Ende der ersten Halbzeit lag. Das war jetzt aber wegen des Seitenwechsels eben unser eigenes Tor. Kurz nachdem wir den Ball dort retten konnten, ist aber der Schiedsrichter abgestürzt und das Spiel musste abgebrochen werden.

Trotz des Chaos und der Probleme die wir gefunden haben, sind wir überzeugt, dass die meisten Probleme die auftauchen können jetzt gefunden sind und der eigentliche Wettbewerb dank dieses frühen Tests ungestört laufen kann . Wir konnten beobachten, dass unsere Software läuft wie wir es erwarten und freuen uns auf die richtige Weltmeisterschaft die am 24.6 losgeht.

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Zweiter Platz in der Brazil Open

Dieser Samstag war sehr aufregend für uns. Es war der Tag an dem die Brazil Open geendet ist und an dem die Ergebnisse offiziell verkündet wurden.
Wir haben uns online getroffen um die Preisverleihung gemeinsam zu erleben und die Tabelle mit den Ergebnissen wurde langsam gefüllt. Da die Ergebnisse vom letzten zum Ersten Platz verkündet wurden, wurde es immer aufregender je mehr Plätze in der Tabelle gefüllt wurden, die nicht unseren Namen beinhalteten.

Bevor wir aber über die Ergebnisse mit mehr Details reden, lasst mich euch kurz erzählen worum es in der Brazil Open ging. Durch COVID-19 konnten wir leider nicht an einem regulären Turnier teilnehmen bei dem unsere Roboter miteinander Fußball spielen dürfen. Deshalb mussten die Organisatoren der Brazil Open kreativ werden und sich eine Möglichkeit ausdenken wie die Teams trotzdem gegeneinander antreten konnten.

Der Wettkampf bestand deshalb aus zwei Teilen.
Der eine Teil war, dass wir ein 10 Minuten Video erstellen sollten in dem wir uns selber, unsere Roboter und unsere Forschung präsentieren. Ihr könnt euch dieses Video hier ansehen:

Der andere Teil des Wettkampfes bestand daraus, dass wir Roboter in Bildern erkennen mussten. Es gab Punkte dafür, wie viele Roboter richtig erkannt wurden und wie schnell wir in der Lage waren die Bilder zu verarbeiten.
Die Organisatoren haben uns eine Liste von Bildern bereit gestellt die wir benutzen konnten um unser System zu trainieren. Die Bilder stammen dabei aus dem ImageTagger, den wir entwickelt haben.

Jetzt wo ihr ein wenig mehr über den Wettkampf Bescheid wisst, können wir uns jetzt die Ergebnisse anschauen.

Die erste Spalte sind die Team Namen, gefolgt von den Punkten für die Roboter Erkennung und den Punkten für die Videos.

Wie ihr sehen könnt, haben wir einen gemeinsamen zweiten Platz, mit dem Team RoboFEI, in der Roboter erkennen Herausforderung erzielt. Wir haben dafür ein neuronales Netzwerk namens YOLOv4-tiny verwendet und konnten damit 94% der Roboter richtig erkennen. Wir konnten dabei 35 Bilder in der Sekunde verarbeiten. Team RoboFEI hat etwas weniger Roboter erkannt, war dafür aber schneller in der Verarbeitung der Bilder.

Unser Video hat die höchste Punktzahl in der RoboCup Brazil Open für Humanoid Robots Liga erzielt. Damit kamen wir auf insgesamt 80.875 Punkte.

Wir sind sehr glücklich mit den Ergebnissen und hatten eine Menge Spaß bei diesem Wettbewerb. Wir wollen uns hiermit bei den Organisatoren für das Veranstalten dieses Wettbewerbs bedanken und gratulieren den ITAndroids zum Sieg!

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Brazil Open

Wir können leider wegen COVID-19 nicht an Turnieren teilnehmen zu denen wir reisen müssten. Das hält uns natürlich nicht davon ab weiter an unseren Robotern zu arbeiten. Als wir von der Brazil Open erfahren haben, haben wir uns also natürlich sofort beworben.

Da unsere Roboter nicht direkt gegeneinander antreten können, haben die Organisatoren sich entschieden, dass jedes Team ein Video vorstellen, in dem das Team sich selbst vorstellt. Die Videos dürfen bis zu 10 Minuten lang sein und sollen neben dem Team selber auch die Forschung des Teams vorstellen.
Zusätzlich zu dem Videos dürfen die Teams auch gegeneinander mit ihren Vision Systemen antreten. Die Organisatoren haben sich zehntausende Bilder von Robotern ausgesucht um unsere Systeme darauf zu trainieren Roboter in Bildern zu erkennen. Die Bilder wurden ausgewählt vom ImageTagger, den wir entwickelt haben.

Wir hatten schon eine Menge Spaß und freuen uns noch mehr darauf unsere Ergebnisse mit denen der anderen Teams vergleichen zu dürfen. Die Videos werden auf dem Youtube Kanal des Turnieres gezeigt werden. Die Videos werden morgen (Donnerstag) ab 13:15 gezeigt und am Freitag ab 14:00.
Die Ergebnisse des Visison Wettbewerbs werden veröffentlicht, wenn alle Teams ihre Ergebnisse vorgestellt haben. Das sollte spätestens am Samstag sein.

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Dritter Platz in der Running Robot Competition

Letztes Jahr bekamen wir die Möglichkeit an der Running Robot Competition in China teilzunehmen. Da wir im letzten Jahr Spaß hatten, wollten wir auch dieses Jahr wieder daran teilnehmen.

Die Running Robot Competition ist kein Teil der RoboCup Turniere an denen wir normalerweise teilnehmen. Sie ist ein Turnier in dem die Roboter durch einen Parkour laufen müssen und dabei mehrere Hindernisse überwinden müssen. Diese Hindernisse können z.B. sein, dass der Roboter warten muss bis eine Schranke nicht mehr im Weg ist, oder über Treppenstufen laufen zu müssen.

Wegen Covid-19 hatten wir leider nicht die Möglichkeit in Person teilzunehmen, aber wir freuten uns trotzdem über das Internet teilnehmen zu können. Um das zu ermöglichen haben die Veranstalter uns eine Simulationsumgebung bereit gestellt.

Wir haben uns einige Optionen überlegt wie man die Probleme lösen könnte.
Angefangen mit einem konventionellen Ansatz in dem wir eine Vision entwickeln würden um z.B. die die gelben und schwarzen Segmente der Schranke zu erkennen. Sobald die Schranke dann in einem bestimmten Winkel ist, könnte der Roboter dann los laufen.

Wir wollten aber die Möglichkeit nutzen und uns mit etwas beschäftigen, mit dem die meisten aus unserem Team weniger Erfahrung hatten. Deshalb haben wir uns entschieden reinforcement learning für unseren Ansatz zu verwenden.

Reinforcement learning ist ein Ansatz in dem wir neuronale Netze verwenden, damit der Roboter lernen kann an den Hindernissen vorbei zu kommen, ohne das wir dem Roboter erklären müssen wie er das schafft. Das kann auch zu Lösungen führen die effizienter sind als Lösungen auf die wir gekommen wären. Das kann sein, dass der Roboter einen Fehler in der Physik im Simulator und sich ins Ziel teleportiert oder etwas so simples wie einen Weg zu finden, an den wir nicht gedacht haben.

Als Eingabe für den reinforcement learning Algorithmus haben wir nur das Kamerabild des Roboters verwendet. Ausgehend von diesem Bild musste der Roboter dann herausfinden was er tun sollte. Sollte er warten bis die Schranke oben ist oder kann er schon anfangen zu laufen?
Das klingt trivial für uns Menschen, aber der Roboter hat zu Beginn kein Konzept davon, dass die Schranke ein Hindernis ist. Am Anfang kann der Roboter nicht einmal unterscheiden zwischen dem Boden auf den er treten kann und einem solchen Hindernis.

Um dem Roboter zu helfen solche Dinger zu lernen, haben wir ihm Punkte als Belohnung gegeben, wenn er sich dem Ziel näherte und ihm welche abgezogen, wenn er in ein Hindernis wie die Schranke gelaufen ist.

Der Roboter konnte nur die Richtung bestimmen in die er gelaufen ist. Wir haben das selbe Programm zum laufen genutzt wie wir es auch auf unseren Fußballspielenden Robotern einsetzen. Da in dem Wettkampf ein anderer Roboter verwendet wurde, mussten wir einige Parameter anpassen. Zum Glück hatten wir ein Skript von unserem vorhandenen Laufen, mit dem der Roboter lernen konnte ideal zu laufen in dieser neuen Simulation.

Mit diesem Ansatz konnten wir die ersten Hindernisse überqueren. Wegen eines Missverständnisses, hatten wir weniger Zeit als geplant und wir konnten leider nicht den gesamten Parkour beenden.

Wir hatten eine Menge Spaß damit unseren Ansatz zu entwickeln um die Probleme zu lösen vor die uns die Running Robot Competition stellte. Wir freuten uns auch über die Möglichkeit viel über reinforcement learning zu lernen.

Wie ihr wahrscheinlich schon aus dem Titel gelesen habt, hatten wir nicht nur jede Menge Spaß während des Wettkampfs, sondern haben sogar den dritten Platz bekommen!

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RoboCup 2020 Bewerbung

Wir wollen auch 2020 wieder an der Weltmeisterschaft teilnehmen. Für die Bewerbung waren die Bedingungen ein wenig anders als in den letzten Jahren.

Dieses Jahr mussten wir statt einem Team Description Paper einen Extended Abstract schreiben. Darin haben wir beschrieben was wir auf der Weltmeisterschaft in Sydney gelernt haben, was die wichtigsten Probleme, die wir bis zur nächsten Weltmeisterschaft lösen müssen sind und was wir bis zur Weltmeisterschaft in Bordeaux gerne entwickeln würden. Unser Extended Abstract ist in unseren wissenschaftlichen Arbeiten und hier zu finden.

Außerdem haben wir ein Video erstellt, das die Fähigkeiten unseres Roboters zeigt:

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RoboCup 2019 – Fazit

Am zweiten Tag der Gruppenphase freuten wir uns über die Fähigkeit eines unserer Roboter. Er war am Ball vorbei gelaufen und entdeckte den Ball hinter sich. Um zum Ball zu kommen begann er rückwärts zu laufen. Das führte dazu, dass der Roboter anfing rückwärts den Ball zu dribbeln. Das war sehr amüsant anzusehen, aber zum Glück gelang es dem Roboter nicht auf diesem Wege den Ball in sein eigenes Tor zu bekommen.

Im Achtelfinale waren unsere Roboter aufgrund ihrer Hardware leider noch nicht wieder ausreichend einsatzbereit und mussten das Spiel am Spielfeldrand verbringen. Damit sind wir leider im Achtelfinale aus der Weltmeisterschaft ausgeschieden. Immerhin konnten wir während der Spiele viele Bilder aufnehmen, die uns in unseren Machine Learning Ansätzen in Zukunft unterstützen werden.

Den restlichen Wettbewerb haben wir dann nur noch als Zuschauer erleben können. Das hat es aber nicht weniger spannend gemacht, denn gerade in der KidSize werden die Spiele von Jahr zu Jahr spannender. Bereits ab dem Viertelfinale waren bei den meisten Teams Teamverhalten und Strategie deutlich zu erkennen. Im Finale traf schließlich Rhoban FC aus Frankreich auf das chinesische Team ZJUDancer.

Dort bewies Rhoban FC einige neue Fähigkeiten. In einem der vorherigen Spiele war es dem Team bereits gelungen den Ball über Roboter des anderen Teams herüber zu kicken. Direkt vor dem Finale konnte man Rhoban dabei beobachten wie der Roboter übte, sich für ein mögliches Elfmeterschießen hinzuwerfen. Im Finale selber bewies Rhoban die Fähigkeit einen Einwurf mit den Armen zu machen, der von allen Zuschauern stark bejubelt wurde, da kein anderes Team einen solchen Einwurf durchführen kann.

Vor dem Finale gab es aber noch die Technical Challenges. Hier werden die Teams herausgefordert, technische Lösungen für Probleme zu finden, die möglicherweise jetzt noch nicht spielrelevant sind, aber es immer mehr in der Zukunft werden. Eine dieser Challenges ist die Push Recovery. Hier geht es darum, den Schlag durch eine mit Sand gefüllte Flasche im Laufen auszuhalten ohne umzukippen. Dabei gelang es unserem Roboter von einer 2 Kilogramm schweren Flasche getroffen zu werden, aus 50 cm Entfernung, ohne umzufallen. Mit diesem Ergebnis haben wir den stärksten Schlag sowohl für die Kidsize als auch für die Teen Size ausgehalten. Da dieses Ergebnis mit dem Gewicht des Roboters verbunden wird, hat das in der Kidsize für diese Challenge aber nur für den zweiten Platz gereicht. In der Teen Size hingegen haben wir den ersten Platz in der Push Recovery erreicht.

Am Montag fand dann das Symposium statt, das als wissenschaftliche Konferenz jedes Jahr den Abschluss des RoboCup bildet. Auch wir haben dieses Jahr wieder aktiv teilgenommen und zwei Paper eingereicht, die zur Posterpräsentation angenommen wurden und auf Interesse bei anderen Teams stießen. Die Paper präsentieren eine Möglichkeit, höhere Frequenzen auf unserem Motorbus zu erreichen sowie den Aufbau unserer Vision. Beide sind im Bereich Wissenschaftliche Arbeiten zu finden. Viele vorgestellte Paper sind auch für uns relevant, etwa ein Ansatz zu einer effizienteren Objekterkennung, den wir auch auf unseren Robotern evaluieren möchten. Insgesamt war der Tag mit vielen interessanten Papervorträgen und inspirierenden Keynotes gefüllt und hat einen gelungenen Abschluss für den RoboCup gebildet.

Alles in allem war diese RoboCup Weltmeisterschaft leider nicht unsere erfolgreichste, dennoch haben wir viel gelernt. Deshalb werden wir unsere Hardware noch weiter optimieren, damit sie noch besser vor Fällen geschützt ist. Außerdem werden wir weiter unsere Software optimieren, damit wir auch taktisch bestens vorbereitet sind. Wir freuen uns darauf unsere Fortschritte im nächsten Jahr in Bordeaux präsentieren zu können und an der wissenschaftlichen Entwicklung teilzunehmen.

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Bit-Bots auf der German Open

In der ersten Maiwoche war es für uns wieder Zeit für die German Open, die deutsche Meisterschaft im RoboCup. Am Montag räumten wir unser Labor noch einmal richtig auf damit wir auch nichts vergessen. Am Dienstag packten wir die letzten Sachen ein und traten die Reise nach Magdeburg an. Nach letzten Einkäufen vor dem Feiertag, machten wir es uns im Hotel neben unseren Robotern gemütlich und verbrachten den restlichen Tag und Teile der Nacht damit zu programmieren.

Am Mittwoch durften wir die Messehalle betreten und verinnahmten direkt das Feld für uns indem wir Davros, unseren Vision Roboter (siehe Bild) auf das Feld stellten mit einer Konstruktion von Wäscheleinen um aus möglichst vielen Winkeln Bilder vom Feld machen zu können. Die Wäscheleinen wurden dabei benutzt um die genaue Position von Davros bestimmen zu können ohne immer mühselig ein Maßband verwenden zu müssen


Die aufgenommenen Bilder werden bald verwendet verschiedene Ansätze für einen visuellen Kompasses zu evaluieren. Dabei werden markante Punkte im Hintergrund des Spielfeldes verwendet um die eigene Orientierung zu bestimmen um sicher auf das richtige Tor zu schießen.

Als Davros das Feld wieder verließ haben wir uns mit unseren regulären Robotern auf das Feld gestellt und das Aufstehen mit den Robotern geübt.

Gleichzeitig waren wir aber auch nicht untätig in der Softwareentwicklung. Unsere Taktik war nicht ausreichend getestet und es gab einige Schwierigkeiten zwischen der Interaktion von unseren verschiedenen Software Modulen. Die Probleme konnten wir leider nicht abschließend lösen bis zu unserem ersten Spiel am Freitag gegen die WF Wolves. Da diese aber mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, konnten wir dieses Spiel mit einem 0:0 Unentschieden beenden. In den folgenden Spielen hatten wir leider weniger Glück und wir verloren ein paar Spiele, machten aber ständig Fortschritte in allen Bereichen.

So kam es zum letzten Spiel der Gruppenphase. Die WF Wolves hatten ihr letztes Spiel verloren und waren damit auf der selben Punktzahl wie wir für die Gruppenphase. Gegen Rhoban FC, den amtierenden Weltmeister aus Frankreich, der super gespielt hatte auf dieser Meisterschaft, konnten wir uns leider nicht all zu große Hoffnungen machen. Wir mussten also darauf hoffen über das Torverhältnis doch noch gegen die WF Wolves zu gewinnen und damit den Einzug in das Halbfinale zu schaffen. Nach der ersehen Spielhälfte machte sich leichte Resignation breit. Doch das Glück war auf unserer Seite. In der zweiten Hälfte hatte Rhoban FC mit Netzwerk Problemen zu kämpfen und schaffte es nicht noch genügend Tore zu schießen um uns den Einzug in das Halbfinale zu verwehren.
Das Halbfinale fand gegen das chinesische Team ZJUDancer statt und die kleineren Roboter spielten flott um uns herum und wir waren leider nicht in der Lage zu gewinnen.
Nach dem Halbfinale blieben uns noch ein paar Stunden Zeit in der Messehalle und wir trafen letzte Vorbereitungen um uns einerseits auf ein mögliches Elfmeterschießen im Spiel um den dritten Platz vorzubereiten und andererseits Motoren zu reparieren und unsere Taktik zu optimieren.
Im Spiel um den dritten Platz spielten wir gegen Starkit. Starkit ist ein russisches Team aus Moskau, dass Roboter und Software von Rhoban FC gekauft hat.
In diesem Spiel konnten wir noch einmal reflektieren wie weit wir gekommen sind auf dieser Meisterschaft. Von einem Spiel in dem unsere Taktik so unausgereift war, dass wir kaum in der Lage waren auf das Feld zu laufen bis hin zu einem Torwart der den Ball aus dem Gefahren Bereich vor seinem Tor gedribbelt hat und Stürmern die den Ball nach vorne spielten ungehindert von den Zweikampfversuchen der gegnerischen Verteidiger. Auch wenn unser Stürmer dann hingefallen ist und leider kein Tor machen konnte, sind wir trotzdem stolz auf unsere Leistung im letzten Jahr und sind glücklich über unseren vierten Platz, mit dem wir nur knapp keine Medaille bekommen haben. Wir freuen uns darauf die jetzt anstehenden Wochen zu nutzen und letzte Vorkehrungen für die Weltmeisterschaft treffen zu können um dort hoffentlich gut abschneiden zu können.

In ein Youtube Video haben wir eine kleine Zusammenfassung vorbereitet.

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German Open 2019 – Bald geht es los

Am Dienstag geht es los für uns. Wir fahren zur German Open 2019!

Die German Open ist die deutsche Meisterschaft im RoboCup. Dort gibt es Wettbewerbe in 6 der Major Leagues, also von Robotern, die in Krisensituationen Menschenleben retten können bis zu unseren fußballspielenden Robotern. Zu der Meisterschaft kommen über 40 Teams aus 16 Ländern um um den Titel zu konkurrieren.


Wir bekommen dabei die Gelegenheit auf der German Open unsere Software- und Hardwareveränderungen seit der Weltmeisterschaft in offiziellen Spielen zu präsentieren und unsere Änderungen ins Detail zu testen. Mit diesen Erkenntnissen können wir unseren Robotern noch den letzten notwendigen Feinschliff verpassen, bevor wir auf die Weltmeisterschaft fahren.

Die anderen Teams aus unserer Liga, gegen die wir spielen, sind:
WF Wolves (Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Deutschland)
Rhoban FC (Université de Bordeaux, Frankreich)
Starkit (Moscow institute of physics and technology, Russland)
ZJUDancer (Zhejiang University, China)

Zuschauer sind auf die German Open eingeladen vom Freitag den 3.5 bis Sonntag den 5.5. Der Eintritt für unsere Fans (und andere) ist kostenlos.
Weitere Informationen hier: https://robocupgermanopen.de/de/besucher
Wir werden selbstverständlich weiter von der German Open berichten auf diesem Blog und unseren Social Media Kanälen.

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